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Ansätze zur Pflegeprävention<br> Rahmenbedingungen und Analyse von Modellprojekten zur Vorbeugung von Pflegebedürftigkeit (Rezension)

Ansätze zur Pflegeprävention Rahmenbedingungen und Analyse von Modellprojekten zur Vorbeugung von Pflegebedürftigkeit (Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung (Hrsg.))Schlütersche, Hannover, 2003, 104 S., 14,90 € - ISBN 3-87706-881-2Rezension von: Paul-Werner Sch
25. Mai 2013 durch
Ansätze zur Pflegeprävention<br>
Rahmenbedingungen und Analyse von Modellprojekten zur Vorbeugung von Pflegebedürftigkeit (Rezension)
Andreas Lauterbach

Ansätze zur Pflegeprävention
Rahmenbedingungen und Analyse von Modellprojekten zur Vorbeugung von Pflegebedürftigkeit (Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung (Hrsg.))

Schlütersche, Hannover, 2003, 104 S., 14,90 € - ISBN 3-87706-881-2

Rezension von: Paul-Werner Schreiner

Kann Pflegebedürftigkeit vorgebeugt werden? Mit dieser Frage beschäftigen sich Anne Ströbele, wissenschaftliche Mitarbeiterin, und Professor Dr. Frank Weidner, Direktor des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung in Köln, in einer vom Deutschen Caritasverband, Freiburg, geförderten Studie. In dem vorliegenden Büchlein wird ein Zwischenbericht präsentiert.

Nach einer einleitenden Beschreibung des Projektes entfalten die Autoren die unterschiedlichen Sichtweisen von Pflegebedürftigkeit. Im Weiteren wird vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung die Frage erörtert, ob die Vorbeugung von Pflegebedürftigkeit eine Notwendigkeit sei. Zusammenfassend kommen die Autoren zu dem Schluss, dass das pflegerische Angebot in Deutschland wohl nicht ausreichend sein wird. Ein Kapitel ist der Frage gewidmet, welchen Stellenwert der Pflege in dem Gesamten der Gesundheitsarbeit zukommt. Die Autoren stellen sicher sachgerecht fest, dass in Deutschland Pflege und Prävention Kontradiktionen sind, vielmehr der Pflege eine Restaufgabe nach Kuration und Rehabilitation zugeordnet wird, und plädieren unter Rückbezug auf das Konzept bedingter Gesundheit für ein Modell, in dem Pflege durch Kompensation ersetzt wird.

Der Begriff Pflegeprävention wird differenziert; er bedeutet zum einen präventives pflegerisches Handeln, was eigentlich zum ureigenen Verständnis von Pflege gehört - es wird auf Florence Nigthingale verwiesen, und zum anderen die Vorbeugung von Pflegebedürftigkeit. Vor dem Hintergrund dieser begrifflichen Klärung stellen die Autoren Referenzprojekte vor, einige wenige kleine Projekte auch aus Deutschland, die Mehrzahl jedoch aus dem Ausland. In einer umfangreichen Tabelle werden die Studien einer vergleichenden Analyse unterzogen.

Die Autoren kommen zu dem - nicht sonderlich überraschenden - Ergebnis, dass Pflegeprävention, obwohl möglich, in Deutschland bislang nicht etabliert ist. Das Nacheinander von Kuration, Rehabilitation und Pflege sei auch Ergebnis der Bestimmungen der deutschen Sozialgesetzgebung.

Es bleibt zu hoffen, dass der Gesamtbericht im Hinblick auf die Situation in Deutschland diesem Aspekt etwas mehr Aufmerksamkeit schenkt. Es muss zum einen geklärt werden, was denn unter Pflegebedürftigkeit verstanden werden soll, und zum erörtert werden, ob das in Deutschland etablierte Finanzierungssystem überhaupt ein Interesse daran hat, Pflegebedürftigkeit nicht entsteht. Es wäre einmal nach den Ursachen von Pflegebedürftigkeit zu fragen - und damit der Blick auf die Triebfedern der in unserer Gesellschaft etablierten Gesundheitsversorgung und in ihr zementierten Machstrukturen zu werfen.

Pflegeberichterstattung im Überblick<p> Eine Studie über Pflegedaten im In- und Ausland (Rezension)
Pflegeberichterstattung im Überblick Eine Studie über Pflegedaten im In- und Ausland (Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung (Hrsg.))Schlütersche, Hannover, 2003, 144 S., 16,90 € - ISBN 3-87706-885-5Rezension von: Paul-Werner Schreiner Immer, wenn aus welchen GrÃ