Ergebnismessung in der Pflegepraxis |
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Das Buch gibt einen Einblick in die us-amerikanischen Diskussionen und Konzepte zur Ergebnismessung in der Pflege. Spätestens nach Einführung der DRGâs â und darauf deuten die deutschen Herausgeber in ihrem Vorwort hin â hat das Thema auch bei uns Konjunktur. Im Kontext von Qualitätssicherung wird zunehmend danach gefragt, welche Ergebnisse im Hinblick auf das Wohlbefinden, die Selbstständigkeit und die Gesundheit eigentlich durch pflegerische MaÃnahmen und Interventionen bewirkt werden. Diese Frage ist grundsätzlich berechtigt, denn jeder Professionelle muss letzten Endes Rechenschaft darüber ablegen, mit welchem Ziel seine Handlungen begründbar waren und welche Ergebnisse erzielt wurden und welche nicht. Die Komplexität des Themas liegt u.a. daran, dass âErgebnisâ im Kern nichts anderes als den Zustand, die Reaktion bzw. das Verhalten von Patienten beschreibt. Und dies hängt erstens nicht nur von der Pflege selbst ab (Stichwort: multidisziplinäres Team) und zweitens eben auch vom Patienten selbst, der nicht gesund oder selbstständig âgemachtâ wird, sondern selbst dafür verantwortlich ist. Neben der Erörterung dieser schwierigen Fragen in Kapitel 1 und 2 werden Messinstrumente und Verfahren zur Ergebnismessung vorgestellt (Kapitel 6). Instruktiv sind auch die Fallstudien zur Ergebnismessung durch Pflegefachkräfte (Kapitel 5). Besonders aufschlussreich fand ich ein Kapitel über Advanced Practice Nurses und Ergebnismessung (Kapitel 4). Dieses Kapitel informiert nicht nur über verschiedene Methoden und Ansätze der Ergebnismessung, es gibt zudem einen guten Ãberblick über das Kompetenz- und Aufgabenprofil von Advanced Practice Nurses in den USA. Das Buch ist empfehlenswert für alle, die sich theoretisch und praktisch mit Fragen der Ergebnismessung beschäftigen (müssen) und motiviert zur weiteren Beschäftigung mit der Thematik.