Internationale Modelle häuslicher Pflege |
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In allen europäischen Ländern zeigt sich, dass Menschen länger leben und länger gesund bleiben. Diese demographische, für die Lebenserwartung günstige Entwicklung, bedeutet aber auch, dass Pflegebedürftigkeit als Lebensrisiko die Menschen in erhöhtem Masse treffen kann. Es zeigt sich jedoch, dass gesundheitliche Angebote auf diesen gesellschaftlichen Wandel nur schleppend reagieren. Versorgungskonzepte, die möglichst viele Menschen erreichen sind dafür gefordert. Nicht die steigende Lebenserwartung ist das Problem, sondern die Finanz- und Gesundheitssysteme sind es, die nicht oder nur unzureichend auf diese Veränderung reagieren.
Dieses Buch vergleicht und untersucht die unterschiedlichen Angebote zur Sicherung und Entwicklung der gesellschaftlichen Gesundheitsversorgung, die international und national entstanden sind. Vorgestellt werden sie von verschiedenen Autorinnen und Autoren. Der Schwerpunkt der Betrachtung liegt auf der häusliche Versorgung pflegebedürftiger alter Menschen.
In der Einleitung legt Frau Kollak Konflikte dar, die sich uns stellen wenn wir die vielschichtigen Bedürfnisse alter Menschen der Realisierbarkeit gegenüber stellen. Mit der Einführung der Pflegeversicherung in Deutschland ist ein Versorgungsangebot entstanden, das vielem nicht gerecht wird. Nicht alles was wünschenswert ist, ist auch machbar. Dabei werden auch Defizite des Qualitätsmanagement professioneller Pflegedienste aufgezeigt.
Im Teil I des Buches werden ambulante Versorgungssysteme aus Ländern der Europäischen Union, Europa und Ãbersee vorgestellt. Diese internationalen Vergleiche unter dem Motto: eine Herausforderung und unterschiedliche Antworten, zeigt Gemeinsamkeiten aber auch interessante Unterschiede zu unseren Sicherungssystemen auf. Die gesellschaftlichen Veränderungen durch die Ãberalterung ist eine weltweite Entwicklung.
Im Teil II befassen sich verschiedene Expertinnen und Experten ausführlich mit der Pflegeversicherung in der BRD und deren Auswirkungen zu den Bereichen: Finanzierung, Leistung, Akzeptanz und Qualität. Dabei werden ausführlich Missstände und Defizite aber auch gelungene bzw. zu wünschende Entwicklungen dargestellt.
Das Buch regt zur gedanklichen Auseinandersetzung und zu Fragen an, mit denen wir uns alle in zunehmendem Masse beschäftigen müssen, unabhängig davon, ob wir beruflich damit befasst sind - betroffen sind wir alle davon. Es stellt Möglichkeiten und Grenzen unserer Pflegeversicherung vor, durch den internationalen Vergleich werden Fehler und Stärken deutlicht. Es gibt den Experten, die in dem ambulanten Bereich tätig sind Anregungen für mögliche Entwicklungen.
Dies ist ein Buch, das nicht nur für Fachleute empfehlenswert zu lesen ist.