Medizinische Fachwörter von A-Z (Seitz, Anna-Marie)Elsevier (Urban & Fischer) Verlag. München 2012, 340 Seiten, 12,99 €, ISBN 978-3-437-25291-4Rezension von: Dr. Hubert Kolling |
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Wie in anderen Disziplinen gibt es auch in den Pflege- und Gesundheitsberufen
jede Menge Fachbegriffe und Abkürzungen. Von daher sind nicht nur Auszubildende
und Berufseinsteiger, sondern auch "alte Hasen" und Experten im praktischen
Alltag immer wieder mit Fragen und unbekannten Begriffen konfrontiert. Für
was steht beispielsweise die Abkürzung "PTCA", was misst der
"Barthel-Index" oder was ist eine "Initialberührung"?
Ergänzend zu seinen Bestsellern "Pflege Heute" (vgl. die Rezensionen
unter: www.pflege-wissenschaft.info/index.php?option=com_hpsrezensionen&id=647
und www.pflege-wissenschaft.info/index.php?option=com_hpsrezensionen&id=373),
"Biologie, Anatomie, Physiologie" (vgl. www.pflege-wissenschaft.info/index.php?option=com_hpsrezensionen&id=369)
und "Mensch, Körper, Krankheit" bietet der Elsevier (Urban &
Fischer) Verlag nunmehr ein "Kleines Lexikon für Pflege und Gesundheitsfachberufe",
das seiner Leserschaft übersichtlich von A bis Z und in handlichem Taschenformat
einen Überblick zur medizinischen Terminologie und andere wichtige Fachbegriffe
bietet. Die ausgewählten Stichworte werden anhand von Synonymen, Antonymen
und kurzen, leicht verständlichen Definitionen erläutert. Daneben
veranschaulichen zahlreiche Abbildungen - schwarzweiß oder zweifarbig
(grau-blau) - die Darstellung.
Der schmale Band, der gut in jede Jacken- oder Hosentasche passt, enthält rund 6.800 Einträge und mehr als 400 Abbildungen mit Übersichten. Zum Inhalt und zur Bedeutung des Büchleins heißt es im Vorwort: "In diesem kleinen Lexikon für die Kitteltasche wurden unter dem Fokus der Alltagstauglichkeit und der Relevanz der Begriffe für die berufliche Tätigkeit gezielt Stichworte ausgewählt. Neben den gängigen Termini aus Anatomie, Physiologie und Krankheitslehre stehen deshalb pflegerische Fachbegriffe, Abkürzungen, häufige Vor- und Nachsilben und Laborwerte im Vordergrund dieses Buches. Hinzu kommen Diagnose- und Therapieverfahren, medizinische Fachgebiete, Arzneimittelgruppen sowie Materialien und Utensilien des pflegerischen Alltags. Ebenso enthalten sind Grundbegriffe aus Biologie und Chemie."
Unter dem Motto "Dieses Buch kann mehr!" enthält das Buch eine persönliche PIN-Nummer, die dem Käufer - ausschließlich für den eigenen Gebrauch ("Der Zugang darf nicht gemeinsam genutzt, verkauft oder anderweitig weitergegeben werden") - den Zugang zu dem seit Juli 2007 bestehenden (und seither immer wieder aktualisierten und erweiterten) "PflegeHeute-Angebot: Buch+Portal+Service" der Elsevier GmbH ermöglicht. Dieses Portal - die PIN-Nummer muss vor Erscheinen der Neuauflage dieses Buches eingegeben worden sein, sonst verfällt sie - bietet im Internet unter www.pflegeheute.de oder www.elsevier.de unter anderem den zeitlich begrenzten kostenlosen Online-Zugriff auf den Buchinhalt und die Abbildungen sowie ggf. Zugriff auf exklusive Zusatzinhalte.
Ein "Kleines Lexikon für Pflege- und Gesundheitsberufe", das "Medizinische Fachwörter von A-Z" enthält, fehlte bislang. Zur Klärung entsprechender Begriffe musste man bisher entweder auf medizinische Nachschlagewerke zurückgreifen oder auf das von Jürgen Georg und Michael Frowein herausgegebene "Pflegelexikon", das - erstmals 1998 im Ullstein Medical Verlag Wiesbaden mit 966 Seiten erschien (vgl. www.pflege-wissenschaft.info/index.php?option=com_hpsrezensionen&id=11) - seit 2001 im Verlag Huber Bern in zweiter, unveränderter Auflage vorliegt. Der große Vorteil, den das vorliegende, von Anna-Marie Seitz und dem Lektorat Pflege des Elsevier Verlags zusammengestellte Buch bietet, ist vor allem sein Taschenbuchformat, wodurch es im Berufsalltag leicht mitgeführt werden kann.
Anzumerken bleibt, dass das zur Verfügung gestellte Besprechungsexemplar gleich mehrfach mit Stempelaufdrucken ("Kostenloses Rezensions- / Prüfexemplar. Dieses Exemplar darf nicht verkauft werden") verunstaltetet ist. Während ein solches Vorgehen vielleicht bei Veröffentlichungen mit in der Regel nur sehr schwer zu finanzierenden Kleinstauflagen durchaus nachvollziehbar und angemessen erscheinen mag, fehlt dem Rezensenten für diese Unsitte bei Großverlagen, die Bücher mit entsprechend hohen Auflagen vertreiben, das Verständnis.