Pflege heute (Menche, Nicole (Hrsg.))Elsevier (Urban&Fischer), München, 2011, 5., vollst. überarb.Rezension von: Paul-Werner Schreiner |
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Pflege heute erscheint im 15. Jahr zum 5. Mal. Dass das umfangreiche Werk, bei dem man wohl besser die Kilo statt die Seiten angibt, überarbeitet wurde, zeigt schon äußere Aufmachung.
Das Lehrbuch ist jetzt in drei unterschiedlich große Bereiche gegliedert, die nicht mehr eigens überschrieben, sondern nur farblich abgegrenzt sind:
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Grundlagen
Hier werden von "Menschenbilder und Ethik" über "Professionelles Pflegehandeln" und "Pflege im Gesundheitswesen" bis hin zu "Prävention", "Rehabilitation" und "Palliativpflege" viele alles pflegerische Handeln übergreifende Fragen aufgegriffen und abgehandelt. Dem viel beschworene Pflegeprozess ist selbstverständlich ein eigenes Kapitel gewidmet - bedenkenswerter Weise am Ende dieses Abschnitts.
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Beobachten, Beurteilen und Intervenieren
Dieser Abschnitt enthält Informationen über für pflegerisches Handeln relevante Parameter - losgelöst von Krankheitsbildern: Atmung, Herz-Kreislauf-System, Haut, Ernährung, Ausscheidung, Bewegung, Kommunikation, Schlaf, Bewusstsein, Schmerz.
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Nach drei noch einmal übergreifenden Kapiteln - "Sofortmaßnahmen
in der Pflege", "Der Weg zur Diagnose und die Mithilfe der Pflegenden
bei der Diagnosefindung" sowie "Heilmethoden und Aufgaben der Pflegenden
bei der Therapie" - folgen 19 Kapitel "Pflege von Menschen mit
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Der systematische Aufbau scheint ganz auf den Arbeitsalltag von Pflegenden in der Klinik zugeschnitten zu sein - das ist insofern plausibel, als die meisten Pflegenden nach wie vor in Kliniken arbeiten. Eigenständige Ausführungen zur ambulanten Pflege findet der Nutzer des Lehrbuchs ebenso wenig wie solche zur Arbeit in Heimeinrichtungen - die Begriffe "Altenheim" und "Pflegeheim" finden sich in dem umfangreichen Register nicht - oder Behinderteneinrichtungen - dies bleibt kritisch anzumerken, vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass die Herausgeber im Vorwort auf die strukturellen Veränderungen in der Pflegeausbildung Bezug nehmen, zu denen zweifelsohne viele außerklinische Bereiche zählen.
Grundsätzlich wird die Arbeit mit dem umfangreichen Buch durch ein gutes Abkürzungsverzeichnis zu Beginn, das bereits erwähnte sehr gute Register und ausreichend erläuterte Symbole und farblich unterlegte Textteile erleichtert.
Am Ende jeden Kapitels finden sich Literaturangaben und Kontaktadressen (www...). Diese sind meist sehr knapp und zumindest in den Kapiteln, die der Rezensent fachlich beurteilen kann, in keiner Weise aktuell. Dies wird vielleicht daran liegen, dass auf vertiefende Literatur auf dem Online-Portal www.pflegeheute.de verwiesen wird, für das der Käufer des Buches einen kostenlosen Zugang für drei Monate erwirbt. Inwieweit der Verlag damit dem Anspruch der Herausgeber im Vorwort, dass das Lehrbuch auch noch nach dem Examen als verlässliches Nachschlagewerk dienen könne, gerecht wird, muss mit Fragezeichen versehen werden - die wenigsten Auszubildenden werden das Buch kurz vor der Abschlussprüfung erwerben.
Es ist aus Sicht des Rezensenten nichts gegen die Verlagerung von Inhalten in den Online-Bereich einzuwenden - im Gegenteil: Bei sich schnell ändernden Wissensständen scheint dies auch angemessen. So ist es aus Sicht des Rezensenten auch durch aus sinnvoll die Kapitel "Grundlagen der Anästhesiologie und Anästhesiepflege", "Pflege im OP" und "Grundlagen der Intensivmedizin und Intensivpflege" nur online anzubieten. Vielleicht sollte dieser Schritt konsequent durchgezogen werden. Man könnte aus dem unhandlichen Wälzer zwei handliche Bücher machen
"Pflege von Menschen mit " könnte problemlos in toto online angeboten werden, zumal anzunehmen, dass sich hier der größte Aktualisierungsbedarf ergibt - dabei gilt selbstverständlich, dass Online-Angebote nicht kostenfrei sein können.