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<p><span style="font-size: medium"><strong><span style="font-family: Arial">Pflege von Menschen mit chronischen Wunden</span></strong></span><br /> <span style="font-size: small"><span style="font-family: Arial">Lehrbuch für Pflegende und Wundexperten</s

Pflege von Menschen mit chronischen Wunden Lehrbuch für Pflegende und Wundexperten (Panfil, Eva-Maria und Gerhard Schröder (Hrsg.))Verlag Hans Huber, Bern, 2009, 606 S., 125 meist vierfarbige Abb., 83 Tab., 59,95 €,  ISBN 978-3-456-84653-8Rezension von: Sylke Werner In ihrem Gel
25. Mai 2013 durch
<p><span style="font-size: medium"><strong><span style="font-family: Arial">Pflege von Menschen mit chronischen Wunden</span></strong></span><br />
<span style="font-size: small"><span style="font-family: Arial">Lehrbuch für Pflegende und Wundexperten</s
Andreas Lauterbach

Pflege von Menschen mit chronischen Wunden
Lehrbuch für Pflegende und Wundexperten

(

Panfil, Eva-Maria und Gerhard Schröder (Hrsg.)

)

Verlag Hans Huber, Bern, 2009, 606 S., 125 meist vierfarbige Abb., 83 Tab., 59,95 €,  ISBN 978-3-456-84653-8

Rezension von:

Sylke Werner


In ihrem Geleitwort würdigt Christel Bienstein das Buch als „bedeutenden Meilenstein, der das vorhandene Wissen über die Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden von verschiedensten Blickpunkten aus betrachtet und Hinweise, Hilfen und Vorgaben des aktuellen pflegerischen Handelns formuliert.“ (S. 20)

Erstmalig wird in einem Werk neben krankheitsspezifischen Inhalten auch die professionelle Pflege als Wissenschaft beschrieben. Während bisher eher der „Umgang mit der Wunde“ im Focus der Betrachtung stand, konzentrieren sich Panfil und Schröder darüber hinaus auf den „Menschen mit einer Wunde“. In diesem Sinne verweisen die Autoren auf neue Aufgabenfelder der Pflege im Case-Management oder in Wundkompetenzzentren. Sie betonen die Zusammenarbeit aller Akteure bei der Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden.

Beide Autoren besitzen Berufspraxis in der Krankenpflege. Eva-Maria Panfil ist vor allem als Expertin in wundbezogenen klinischen Forschungsprojekten auf nationaler und internationaler Ebene tätig. Gerhard Schröder ist Lehrer für Pflegeberufe und arbeitet u. a. als Mitglied in der Expertengruppe Dekubitusprophylaxe sowie in der Expertengruppe Pflege von Menschen mit chronischen Wunden.

Das vorliegende Buch ist in 34 Kapitel gegliedert, die sich in acht themenbezogene Bereiche aufteilen.

Pflege ist mehr als technische Fertigkeiten wie einen Verbandwechsel durchzuführen. Der erste Bereich beschäftigt sich mit pflegewissenschaftlichen Grundlagen und erläutert die Begriffe Pflegewissenschaft und professionelle Pflege. Eva-Maria Panfil definiert den Begriff der Pflegeforschung. Pflegende sind verpflichtet, ihre Pflegepraxis auf Grundlage aktueller Forschungsergebnisse auszuüben. Themen wie Forschungsprozess, Evidence-based Nursing, Leitlinien, Expertenstandards und Richtlinien werden ausführlich behandelt. Assessmentinstrumente dienen im Pflegeprozess der Identifizierung von Pflegebedarf und Bewerten von Pflegeergebnissen. Es werden unterschiedliche Assessmentverfahren und Kriterien zur Beurteilung ihrer Qualität vorgestellt. „Man kann nicht nicht kommunizieren“, mit diesem Zitat von Watzlawick leitet Schröder in das Kapitel „Kommunikation“ über. Medizin und Pflege zählen zu den kommunikativsten Bereichen und Kommunikation bildet die Grundlage jeder Pflegebeziehung. Neben der Bedeutung von Kommunikation und theoretischer Aspekte widmet sich dieses Kapitel Kommunikationsstörungen und Problembereichen wie nonverbale und interkulturelle Kommunikation.

Der zweite Bereich widmet sich den Menschen mit chronischen Wunden. Drei „Fallbeispiele“ verdeutlichen praxisnah, wie die Patienten ihre Wunde sowie den damit verbundenen Alltag und die Versorgung erleben. Dekubitus, diabetisches Fußsyndrom und Ulcus crusis venosum werden aus Sicht der Medizin, Pflege und der Betroffenen selbst geschildert. Wie sich das „Leben und der Alltag von Patienten mit einer chronischen Wunde“ gestaltet und eine Versorgung der Menschen unter den Aspekten Lebensqualität, Schmerzen, Mobilität und psychischer Probleme gewährleistet werden kann, beschreibt dieses Kapitel.

Physiologische Grundlagen werden im nächsten Abschnitt des Buches in drei Kapiteln erläutert. In „Besonderheiten chronischer Wunden“ unterscheidet Schröder zwischen akuter und chronischer Wunde, beschreibt Arten chronischer Wunden und erläutert detailliert Wundheilung und Wundheilungsstörungen.

Die Begriffe „Wundassessment“, „Wundanamnese“ und „Wunddokumentation“ stehen für unterschiedliche Aufgaben im Rahmen des pflegerischen Problemlösungsprozesses und werden von den Autoren definiert. In diesem Zusammenhang werden standardisierte Instrumente zur Erfassung von Heilungsverläufen vorgestellt, die in der Praxis angewendet werden.

Die folgenden drei Bereiche widmen sich den am häufigsten auftretenden chronischen Wunden: Dekubitus, Ulcus cruris venosum und dem diabetischen Fußsyndrom. Überaus praxisnah und mithilfe zahlreicher farbiger Abbildungen werden Pathogene, Stadien, Diagnostik, entsprechende Kausaltherapien sowie die jeweilige Rezidivprophylaxe erläutert. Ein Bereich, der sich durchaus auch von interessierten professionell Pflegenden ohne spezifische medizinische Kenntnisse erschließen lässt.

Der folgende Themenbereich befasst sich mit allgemeinen Therapien: Schmerztherapie, Hygiene, zeitgemäße Wundauflagen – Konzepte und Produkte, Lymphtherapie, Ernährung und Patientenedukation. Hervorzuheben ist ein Kapitel über Körperbild/Köperbildstörungen bei Menschen mit chronischen Wunden. Die Autoren betonen, dass negative Körperbildveränderungen aufgrund ihrer Multidimensionalität generell als multiprofessionelle Aufgabe gesehen werden sollten, wobei verschiedene Akteure wie Ärzte, Pflegende und Therapeuten ihren speziellen Blickwinkel einbringen. Dies macht veränderte Versorgungsstrukturen erforderlich.

Der letzte Komplex des Buches beinhaltet Aspekte der Organisation. Ein Kapitel beschäftigt sich mit der Bedeutung von Case Management als Pflegeaufgabe. Anhand eines Fallbeispiels wird die Rolle des Case Managers im Versorgungsprozess deutlich. In weiteren Kapiteln werden Wundkompetenzzentren in Deutschland vorgestellt, die Qualitätsentwicklung bei der Versorgung chronischer Wunden sowie Prävalenz und Inzidenz im Rahmen der Qualitätssicherung dargestellt.

Schließlich werden im Anhang Gesellschaften, Organisationen und Fachzeitschriften zum Thema genannt.

Trotz seines Umfangs ist das Buch gut strukturiert und gegliedert, sodass man den Versorgungsprozess für die Praxis sehr gut verfolgen und nachvollziehen kann.

Das Buch ist als Lehrbuch und Nachschlagewerk für Pflegende und Wundexperten aufgrund zahlreicher Definitionen, Praxisbeispielen, Abbildungen und Tabellen sehr gut geeignet. Es ist den Autoren gelungen, ein Praxishandbuch für Pflegende zu schreiben, um die Pflege von Menschen mit chronischen Wunden differenziert einzuschätzen, zu behandeln und Betroffene zu beraten. Durch die gut verständliche Sprache eignet es sich sehr gut für die Pflegeausbildung.

<p><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Arial"><strong>Expertenstandards in der Pflege </strong></span></span><br /> <span style="font-size: small">Eine Gebrauchsanleitung</span></p> (Rezension)
Expertenstandards in der Pflege Eine Gebrauchsanleitung (Schmidt, Simone)Springer, Heidelberg, 2009, 207 S., 34 Abb., Softcover, 24,95 €, ISBN 978-3-642-01322-5Rezension von: Martin Lysser In Deutschland sind Expertenstandards in der Pflege seit einer „Qualitäts-offensive“, besch