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Alzheimer und Ich<br> «Leben mit Dr. Alzheimer im Kopf» (Rezension)

Alzheimer und Ich «Leben mit Dr. Alzheimer im Kopf» (Richard Taylor)Verlag Hans Huber, Bern 2008, 241 S., 22,95 EUR, ISBN 978-3-456-84643-9,Rezension von: Sven Lind Die Literatur über Alzheimer und Demenzen allgemein haben in einer stetig alternden Gesellschaft Konjunktur. Fac
May 25, 2013 by
Alzheimer und Ich<br>
«Leben mit Dr. Alzheimer im Kopf» (Rezension)
Andreas Lauterbach

Alzheimer und Ich
«Leben mit Dr. Alzheimer im Kopf» (Richard Taylor)

Verlag Hans Huber, Bern 2008, 241 S., 22,95 EUR, ISBN 978-3-456-84643-9,

Rezension von: Sven Lind

Die Literatur über Alzheimer und Demenzen allgemein haben in einer stetig alternden Gesellschaft Konjunktur. Fachbücher, Sachbücher, Ratgeberbände und auch schon Bücher und Videos für Kinder, all das wird heute auf dem Markt angeboten und auch nachgefragt. Ein Buch über Alzheimer von einem Alzheimererkrankten, das hingegen ist selten. Richard Taylor, ein promovierter Psychologe, der als Dozent an einem College in den USA tätig war, berichtet von seiner Erkrankung. Detailliert beschreibt er seinen Werdegang als Patient, beginnend mit der Diagnose, und die Behandlung. Und besonders bei hier geht er auch auf die Reaktionen seiner unmittelbaren Umgebung ein. Wie seine Gattin und seine Kinder ihr Verhalten ihm gegenüber verändern, indem sie ihn zusehends Hilfestellung und Beistand angedeihen lassen, ob er nun will oder nicht. Auch seine geistigen Minderleistungen, seine Gedächtniseinbußen im Kurzzeitgedächtnis, seine Probleme mit der Sprache, dem Reden und der Konzentration, die Schwierigkeiten mit dem Lesen werden anhand konkreter Alltagsgegebenheiten aufgezeigt. Und vor allem die Qualen, die ihm das Schreiben am Computer zunehmend bereiten, vermag er plastisch darzustellen.

Man spürt den Impuls des Autors, nicht aufgeben zu wollen, der Erkrankung Widerstand entgegensetzen zu wollen. Richard Taylor versteht es, den Leser an seinem Leiden teilnehmen zu lassen. Das sind die positiven Seiten dieser Veröffentlichung. Weniger lesenswert sind dann die sich oft wiederholenden Gedanken des Autors über sein Befinden und die Reaktionen der Umgebung. Die offene und versteckte Larmoyanz, das Klagen. Das sind verständliche Reaktionen und Verarbeitungsmodalitäten. Doch es darf gefragt werden, ob diese persönlichen Regungen nicht eher in ein Tagebuch als in eine Fachpublikation gehören. Seitenlange Reflektionen über die eigene Hilflosigkeit ermüden auch einen geduldigen Leser mit der Zeit. Es stellt sich damit die Frage nach dem Nutzwert des Inhaltes und der Lektüre. Dass es auch anders geht, sachlich, verständlich und für die Leser äußerst interessant, hat bereits die an Alzheimer erkrankte Diana Friel McGowin mit ihrem Buch „Wie in einem Labyrinth – Leben mit der Alzheimer-Krankheit“ (München 1994) bewiesen.

Thiemes Pflege<br> Das Lehrbuch für Pflegende in Ausbildung (Rezension)
Thiemes Pflege Das Lehrbuch für Pflegende in Ausbildung (Schewior-Popp, Susanne et al. (Hrsg.))Georg Thieme Verlag, Stuttgart, 2009, 11., vollst. überarb. und erw. Aufl., 1514 S., 1175 Fotos, 555 Grafiken, 69,95 €, ISBN 978-3-13-500011-4 (großes Format); 978-3-13-147551-0 (k