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Diabetes zu Hause<BR>Ein Situationsbericht zur Betreuung von Diabetikern im häuslichen Umfeld durch den ambulanten Krankenpflegedienst (Rezension)

Diabetes zu HauseEin Situationsbericht zur Betreuung von Diabetikern im häuslichen Umfeld durch den ambulanten Krankenpflegedienst (Hamann, Ortrud et al. )Mabuse-Verlag, Stuttgart, 2006, 172 S., 15,90 €, ISBN 3-938304-41-3 Rezension von: Paul-Werner Schreiner Diabetes mellitus
May 25, 2013 by
Diabetes zu Hause<BR>Ein Situationsbericht zur Betreuung von Diabetikern im häuslichen Umfeld durch den ambulanten Krankenpflegedienst  (Rezension)
Andreas Lauterbach

Diabetes zu Hause
Ein Situationsbericht zur Betreuung von Diabetikern im häuslichen Umfeld durch den ambulanten Krankenpflegedienst (Hamann, Ortrud et al. )

Mabuse-Verlag, Stuttgart, 2006, 172 S., 15,90 €, ISBN 3-938304-41-3

Rezension von: Paul-Werner Schreiner

Diabetes mellitus ist nicht nur für die Betroffenen eine schlimme Krankheit, sondern auch ein erheblicher gesundheitsökonomischer Faktor. Dass weltweit die Zahl der an Diabetes mellitus erkrankten Menschen zunimmt, ist zum einen einer zumindest in den Industrieländern weit verbreiteten, freundlich formuliert, wenig gesundheitsfördernden Lebensweise geschuldet, zum anderen aber auch der Tatsache, dass die Menschen immer älter werden. Die Krankheit wird aber nicht nur durch die zahlenmäßige Zunahme zum relevanten Versorgungsproblem, sondern zum einen dadurch, dass immer mehr betroffene alte Menschen sich nicht selbst versorgen können, zum andern aber auch dadurch, dass die Therapien immer differenzierter werden, was erhöhte qualitative Anforderungen an die Versorgenden nach sich zieht.

Das Institut für Innovatives Gesundheitsmanagement Berlin hat in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste und der AOK Mecklenburg-Vorpommern eine Untersuchung zur Betreuung von Diabetikern im häuslichen Umfeld durch den ambulanten Krankenpflegedienst durchgeführt. Die Ergebnisse und darauf basierende Vorschläge werden in dem vorliegenden Buch präsentiert.

In den ersten beiden Kapiteln werden zunächst das Krankheitsbild und die therapeutischen Optionen beschrieben. Großen Raum nimmt die Darstellung des Managements der Behandlung von Diabetikern ein. In einem eigenen Kapitel wird darauf eingegangen, welchen Beitrag die ambulanten Pflegedienste dabei leisten. Schließlich werden die ökonomischen Aspekte der Diabetesbehandlung dargelegt.

Als Grundprinzipien zur Vermeidung von Fehlversorgung formulieren die Autoren als Ergebnis ihrer Betrachtung:

  • Selbstversorgung vor Fremdversorgung
  • Beachten der Sorgfaltspflicht
  • Wirtschaftlichkeit, d.h. alters- und morbiditätsgerechte Ziele sowie Beachtung der spezifischen Fähigkeiten der Patienten sowie Qualität.
Bezüglich aller vier Grundprinzipien werden Fehler begangen. Vor allem im Hinblick auf die Situation des Patienten, der eine Insulininjektion bedarf, entwickeln die Autoren ein Modell der bedarfsgerechten Leistungsgewährung.

Vor allem im Hinblick auf die gesundheitsökonomischen Aspekte der Versorgung von Diabetikern hätte man sich eine sorgfältige Analyse des gesamten Medikamentenregimes bei Diabetikern gewünscht. Es wäre prüfen, inwieweit diese den anerkannten Standards der Diabetes-Behandlung entsprechen – eine Verordnung von z.B. drei oralen Antidiabetika und Insulin wirft Fragen hinsichtlich der Plausibilität auf. Eine solche Überprüfung der Qualität der ärztlichen Verordnung wäre vor allem deshalb wichtig, weil Ärzte in Deutschland das exklusive Recht haben, alles zu bestimmen – und derzeit noch kein Weg gefunden wurde, Ärzte auf Standards zu verpflichten, da ihr Handeln als nicht standardisierbare Kunst verstanden wird.

Auch wenn die Untersuchung so gesehen, einige Fragen offen lässt, sei sie vor allem den Verantwortlichen im ambulanten Pflegebereich zur Lektüre empfohlen.

Lehrbuch Patientenberatung (Rezension)
Lehrbuch Patientenberatung (Schaeffer, Doris und Sebastian Schmidt-Kaehler (Hrsg.) )Verlag Hans Huber, Bern 2006, 304 S., 17 Abb., 8 Tab., 29,95 €, ISBN-13: 978-3-456-84368-1 Rezension von: Prof. Dr. Uta Oelke Obwohl es zahlreiche Indikatoren dafür gibt, dass „Beratung“ zu