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Praxishandbuch Demenz. Erkennen – Verstehen – Behandeln. (Rezension)

Praxishandbuch Demenz. Erkennen – Verstehen – Behandeln.( Elisabeth Stechl, Catarina Knüvener, Gernot Lämmler, Elisabeth Steinhagen-Thiessen, Gabriele Brasse)Mabuse Verlag, 2012, 331 Seiten, 37,90 Euro, ISBN: 978-3863210380Rezension von: Enke ErdmannDieses Buch macht nicht
November 26, 2013 by
Praxishandbuch Demenz. Erkennen – Verstehen – Behandeln. (Rezension)
Andreas Lauterbach

Praxishandbuch Demenz. Erkennen – Verstehen – Behandeln.( Elisabeth Stechl, Catarina Knüvener, Gernot Lämmler, Elisabeth Steinhagen-Thiessen, Gabriele Brasse)

Mabuse Verlag, 2012, 331 Seiten, 37,90 Euro, ISBN: 978-3863210380

Rezension von: Enke Erdmann

Dieses Buch macht nicht nur seinem Namen alle Ehre, indem es uns über die derzeitigen Möglichkeiten der Demenzdiagnostik und -therapie aufklärt (Kapitel 10), sondern es enthält eine Vielzahl an Themen, die weit über das Verstehen, Erkennen und Behandeln von Demenz hinaus reichen. Bereits in Kapitel 2 lädt es uns ein, Demenz aus der Perspektive der Betroffenen zu betrachten. Sowohl die Lebenssituation von Menschen mit Demenz im Frühstadium ist hier Thema, wie auch die subjektive Wahrnehmung der Demenzsymptome, die daraus resultierenden Ängste und die oftmals fehlende Krankheitseinsicht als subjektiver Selbstschutzmechanismus. Um das Erleben der Demenz noch besser zu veranschaulichen, haben die Autoren zahlreiche Ausschnitte aus qualitativen Interviews mit Betroffenen und ihren Angehörigen integriert, was dem Thema noch mehr Plastizität verleiht. In Kapitel 3 werden weitere „Zugänge“ (39) zum demenzkranken Menschen und seinen Angehörigen aufgegriffen. Vornehmlich handelt es sich hier um den Arzt-Patienten-Kontakt in der Früh- und Diagnostikphase, aber auch für Pflegende ist dieses Kapitel lesenswert, enthält es doch hilfreiches Wissen zur Einschätzung psychologischer und sozialer Faktoren, die die Lebenssituation von Menschen mit Demenz und deren Angehörige beeinflussen. In Kapitel 5 werden dann zahlreiche stadienspezifische Interventionsmöglichkeiten wie z.B. Snoezelen, Validation, die Tiergestützte Therapie und viele andere mehr vorgestellt. Auch das Tabuthema „Gewalt in der Pflege“ (114) wird hier nicht ausgespart, sondern anhand der AEDL nach Krohwinkel werden mehrere Beispiele für Gewalt in der pflegerischen Versorgung gegeben. Ein Muss für alle Pflegenden sind die Kapitel 6 bis 8, denn hier werden nicht nur ganz konkrete Tipps für den Umgang bei spezifischen Problemen (Unruhe, Aggression, Enthemmung, Apathie uvm.) im fortgeschrittenen Stadium gegeben, sondern auch die Behandlung von Schmerzen sowie die besonderen Bedürfnisse demenzkranker Menschen am Lebensende thematisiert. Hilfreich sind hier sicherlich auch die Entscheidungshilfen für typische ethische Konflikte am Lebensende, etwa für oder gegen eine PEG-Anlage mit einem dazu passenden Fallbeispiel. In Kapitel 9 wird für alle Leser deutlich, dass Demenz uns alle angehen kann: Chronischer Stress, Bewegungsmangel, Hypercholesterinämie und Genussgifte wie Alkohol und Zigaretten sind nur einige der Faktoren, die die Entstehung von Demenz begünstigen. Das Buch wird abgerundet durch die Kapitel 11 und 12 über rechtliche Fragestellungen und Sozialleistungen und bildet damit eine solide Grundlage für jeden Praktiker in Pflege, Behandlung und Betreuung. Einmal gelesen wird es sicherlich als profundes Nachschlagewerk vielfältigen Nutzen haben.

Pflegebezogene Assessmentinstrumente, Internationales Handbuch für Pflegeforschung und –praxis (Rezension)
Pflegebezogene Assessmentinstrumente, Internationales Handbuch für Pflegeforschung und –praxis (Bernd Reuschenbach, Cornelia Mahler (Hrsg.))Hans-Huber Verlag, 2011, 632 Seiten, 55 Abbildungen, 99 Tabellen, 69,95 Euro/95 CHF, ISBN: 978-3-456-84498-5, E-Book-ISBN: 978-3-456-9449