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<p><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: Arial;"><strong>Berufsethik und Berufskunde</strong></span></span><br /> <span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">Ein Lehrbuch für Pflegeberufe</span></span></p> (Reze

Berufsethik und Berufskunde Ein Lehrbuch für Pflegeberufe (Hiemetzberger, Martina et al.)Facultus Universitätsverlag. Wien 2010, 208 S., 2., akt. Aufl. kart., 22,90 €, ISBN 978-3-7089-0602-7Rezension von: Dr. Hubert Kolling Die ständige Erweiterung der beruflichen Gesundheits- u
May 25, 2013 by
<p><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: Arial;"><strong>Berufsethik und Berufskunde</strong></span></span><br />
<span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">Ein Lehrbuch für Pflegeberufe</span></span></p> (Reze
Andreas Lauterbach

Berufsethik und Berufskunde
Ein Lehrbuch für Pflegeberufe

(

Hiemetzberger, Martina et al.

)

Facultus Universitätsverlag. Wien 2010, 208 S., 2., akt. Aufl. kart., 22,90 €, ISBN 978-3-7089-0602-7

Rezension von:

Dr. Hubert Kolling


Die ständige Erweiterung der beruflichen Gesundheits- und Krankenpflege setzt hohe fachliche wie auch ethische Kompetenz voraus, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden. Denn nicht immer ist das medizinisch und pflegerisch Machbare auch erstrebenswert für den betroffenen Patienten. Professionelle Pflege erfordert daher nicht nur fachliches Wissen, sondern verlangt auch eine grundlegende Auseinandersetzung mit ethischen Fragestellungen, mit den historischen Wurzeln und Entwicklungen des Pflegeberufs sowie mit der beruflichen Sozialisation und dem Rollenverständnis von Pflegenden. Hierzu möchten die akademischen Lehrerinnen für Gesundheits- und Krankenpflege Martina Hiemetzberger, Irene Messner und Michaela Dorfmeister mit ihrer „Berufsethik und Berufskunde“ einen Beitrag leisten. Ihr hierzu im Jahre 2007 veröffentlichtes „Lehrbuch für Pflegeberufe“ liegt nun in der zweiten, aktualisierten Auflage vor.

Der übersichtlich gegliederte Band umfasst die folgenden drei Teile, für dessen Bearbeitung sich jeweils eine der Autorinnen verantwortlich zeichnet:
-    Teil I: Berufsethik (S. 11-73)
-    Teil II: Geschichte der Pflege (S. 75-139)
-    Teil III: Berufskunde (S. 141-204).
Während jeder Teil über ein separates Literaturverzeichnis verfügt, wird der gesamte Band durch ein gemeinsames Sachregister erschlossen (S. 205-208).

Aufbauend auf ethischen Grundbegriffen kann der von Martina Hiemetzberger bearbeitete erste Teil („Berufsethik“) zu einem grundlegenden Verständnis ethischer Urteilsbildung und Entscheidungsfindung in schwierigen Situationen verhelfen. Einleitend weist die Autorin darauf hin, dass es nicht ihr Ziel sei, Antworten auf ethische Fragen vorzugeben, sondern vielmehr zum Fragen und eigenen Nachdenken anzuregen.

Der historische Überblick von Irene Messner im zweiten Teil („Geschichte der Pflege“) erstreckt sich von den Gesundheits- und Krankheitskonzepten der Antike über die Pflege im Mittelalter bis zum Aufbau einer öffentlichen Gesundheitsversorgung im angehenden 18. Jahrhundert. Bei der weiteren Entwicklung der Pflege bis heute thematisiert die Autorin auch eingehend die Zeit des Nationalsozialismus. Der Entwicklung der Krankenpflege in Österreich mit seinen länderspezifischen Besonderheiten einschließlich der dortigen Reform- und Emanzipationsbestrebungen ist ein eigener Abschnitt gewidmet. Ergänzt wird die Darstellung schließlich durch die Wiedergabe von zehn historischen Fotos (S. 136-139) aus dem Bestand der Schule für Kinder- und Jugendlichenpflege des AKH Wien, die vermutlich in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts entstanden sind.

Für die Neuauflage des Buches wurde das Literaturverzeichnis scheinbar nicht überarbeitet, indem neuere bedeutende Studien fehlen. So werden beispielsweise auch bei dem von Horst-Peter Wolff herausgegebenen „Biographischen Lexikon zur Pflegegeschichte“ lediglich die Bände 1 und 2 angegeben, obwohl bereits 2004 Band 3 und – unter dem neuen Herausgeber Hubert Kolling – Band 4 erschienen ist.

Im dritten Teil („Berufskunde“) klärt Michaela Dorfmeister zunächst Fragen zur beruflichen Sozialisation und zum Rollenverständnis der Pflegenden. Des weiteren bietet sie einen Einblick in die unterschiedlichen Organisationen des Pflegedienstes und Einrichtungen des Gesundheitswesens, setzt sich mit dem Stichwort Pflegequalität und der Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit auseinander und führt in elementare Begriffe des Pflege- und Personalmanagements ein.

Der Band, mit dem sich die Autorinnen gleichermaßen an Schülerinnen und Schüler sowie an Lehrende in der Pflegegrundausbildung wenden, ist durchgehend methodisch-didaktisch hervorragend aufbereitet. So sind am Beginn von jedem Kapitel Lernziele formuliert, während im Text wichtige Worte und Textpassagen fett gedruckt sind. Weniger bekannte Begriffe sind grün gesetzt und in der Randspalte erklärt. Dort finden sich auch weitere Erläuterungen, die wichtig sind oder das Verstehen des Textes erleichtern, ohne den Haupttext unnötig zu belasten. Kernaussagen sowie Beispiele sind grün unterlegt, wodurch das Lernen wesentlich erleichtert wird. Am Ende von jedem Abschnitt finden sich zudem wichtige Begriffe „Zum Wiederholen“, die im vorangegangenen Abschnitt erklärt wurden, sowie Aufgaben „Zum Üben“ und Literaturtipps „Zum Nachlesen“. Zu wünschen bleibt hier lediglich noch ein Verzeichnis der im Text verwendeten Abkürzungen.

Wenngleich das vorliegende Lehrbuch der „Berufsethik und Berufskunde“ primär für die Grundausbildung der Gesundheits- und Krankenpflege geschrieben wurde, kann es aber auch in der Fort- und Weiterbildung praktisch tätiger Pflegepersonen wertvolle Anregungen geben und sinnvoll eingesetzt werden.

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Fast-Track-Therapie Praxishandbuch für Pflegepraxis und -management (Leppert, Sascha)Verlag Hans Huber, Bern, 2010, 155 S., 29,95 €, ISBN 978-3-456-84808-2Rezension von: Paul-Werner Schreiner Mit Fast-Track werden beschleunigte Versorgungsabläufe in der modernen Chirurgie bezeic