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<p><strong><span style="font-size: large;"><span style="font-family: Arial;">Pflege von Menschen mit chronischen Wunden</span></span></strong><br /> <span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: small;">Lehrbuch für Pflegende und Wundexperten

Pflege von Menschen mit chronischen Wunden Lehrbuch für Pflegende und Wundexperten (Panfil, Eva-Maria und Gerhard Schröder (Hrsg.))Verlag Hans Huber, Bern, 2010, 2., korr. und erw. Aufl., 607 S., 59,95 €, ISBN 978-3-456-84850-1Rezension von: Jochen Autenrieth Das vorliegende Buc
May 25, 2013 by
<p><strong><span style="font-size: large;"><span style="font-family: Arial;">Pflege von Menschen mit chronischen Wunden</span></span></strong><br />
<span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: small;">Lehrbuch für Pflegende und Wundexperten
Andreas Lauterbach

Pflege von Menschen mit chronischen Wunden
Lehrbuch für Pflegende und Wundexperten

(

Panfil, Eva-Maria und Gerhard Schröder (Hrsg.)

)

Verlag Hans Huber, Bern, 2010, 2., korr. und erw. Aufl., 607 S., 59,95 €, ISBN 978-3-456-84850-1

Rezension von:

Jochen Autenrieth


Das vorliegende Buch darf in keinem Regal von Pflegefachkräften und pflegerischen Wundexperten fehlen und sollte am besten aufgeschlagen auf jedem Schreibtisch liegen. Auch für jahrelang in diesem Metier Tätige findet sich immer wieder ein Satz oder Absatz, der Vergessenes (oder Verdrängtes) wieder ins Bewusstsein ruft.


Beim anfänglichen Lesen scheint es ein hartes Brot, denn die ersten 100 der insgesamt 600 Seiten befassen sich ausschließlich mit pflegewissenschaftlichen Themen von pflegewissenschaftlichen Grundlagen über Pflegeforschung bis hin zu wissenschaftlichen Hintergründen der Kommunikation. Allerdings muss man den Autoren zugute halten, dass sie sich redlich bemühen, dass der Wurm (Inhalt) dem Fisch (Praktiker) schmeckt und nicht dem Angler (Pflegewissenschaftler). Bis jetzt von vielen Pflegenden (noch) als Fremdworte empfundene Fachbegriffe (Review, Metaanalyse, Health Technology Assessment, Validität, Reliabilität etc.) werden in visuell hervorgehobenen Absätzen definiert und mit Praxistipps untermauert, auch wenn es wahrscheinlich noch etliche Jahre dauern wird, bis wirklich alle Pflegende wissenschaftliche Studien lesen und verstehen können.


Die gängigen chronischen Wunden werden in diesem Buch in ihrer Pathophysiologie erschöpfend beschrieben, und streng nach dem Titel des Buches wird nie vergessen, dass an der Wunde noch ein Mensch hängt, dessen Erleben der Wunde mit all seinen Einschränkungen einen wesentlichen Teil seines Lebens beeinflusst. Z.B. werden im Kapitel „Pathophysiologie des Dekubitus“ nicht nur die Vor- und Nachteile aller sich auf dem Markt befindlichen druckreduzierenden Hilfsmittel, sondern auch die emotionalen, finanziellen und rechtlichen Hintergründe bei dessen Entstehung verständlich erläutert.


Bei allem Respekt vor der grandiosen und umfassenden Darstellung des Themas seien einige wenige Schwächen erwähnt: die ab S. 392 ff. angegebenen Produkte sind ihrem Einsatzgebiet nicht immer eindeutig zuordenbar. So werden in der Nomenklatur auf S. 393 unter dem Begriff „Sonstige Verbände“ z.B. die Produkte TenderWet und Mepitel aufgeführt, die, was ihr praktisches Einsatzgebiet anbelangt, so nicht zusammen gefasst werden können. Einige Seiten weiter findet man ebenfalls dasselbe TenderWet unter dem dann stimmigeren Begriff „Nasstherapie“. Ebenso wäre es im Zusammenhang sinnvoller, die Wirkungsweise von Alginaten in einem zusammenhängenden Absatz aufzuführen und sie nicht erst auf S. 396 unter 25.4.1.3 zu beschreiben, um sie dann ein paar Seiten weiter unter 25.4.4.1 noch einmal aufzuführen. Manche mögen in der Tabelle Hilfreiches entdecken, allerdings wäre es verständlicher, nach einer zusammenfassenden Erklärung der jeweiligen Produktgruppe, die Tabelle in den Fließtext mit zu integrieren, um eine optimale Übersichtlichkeit zu gewährleisten. Eine ähnliche Problematik, wenn man es so überhaupt nennen kann, wird auf S. 223 erkennbar, auf der auf den brachiotibialen Index (BTI) eingegangen wird, um denselben Kontext auf S. 231 unter ABPI / ABI (andere Begriffe gleicher Bedeutung ohne Querverweis und damit leicht verwirrend) noch einmal zu erwähnen.


Nichtsdestotrotz: wer sich dieses Buch zulegt, kann ein Kleinod sein eigen nennen, welches in einem Werk das umfassendste Wissen enthält, das jemals über das Thema Wunde und Mensch geschrieben wurde. Es ist für Menschen geschrieben, die sich der Pflege von Menschen verpflichtet fühlen und bringt vielleicht so manchen der sich mittlerweile zu Tausenden auf dem Arbeitsmarkt befindlichen sogenannten Wundexperten dazu, noch einmal ihre Sicht der Arbeit zu überdenken und von der rein isolierten Behandlung einer Wunde den gesamten Menschen in seinem emotionalen und soziokulturellen Umfeld zu erfassen.

<p><strong><span style="font-size: large;"><span style="font-family: Arial;">Wundmanagement</span></span></strong><br /> <span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">Ein illustrierter Leitfaden für Ärzte und Apotheker</span></span></
Wundmanagement Ein illustrierter Leitfaden für Ärzte und Apotheker (Probst, Wiltrud und Anette Vasel-Biergans)Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, 2010, 2., völlig neu bearb. Und erw. Aufl., 527. S., 171 vierfarb. Abb. und 133 Tab., 84,00 €, ISBN 978-3-8047-2413-6R