Sondenapplikation von Arzneimitteln (Schäfer, Constanze (Hrsg.) et al.)Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 2009, 424 S., 5 s/w Abb., 150 s/w Tab., 34,00 â¬, ISBN 978-3-8047-2374-0Rezension von: Paul-Werner Schreiner |
|
Das Zermörsern von Tabletten und Dragees bzw. das Ãffnen von Kapseln ist vielen Klinikbereichen, vor allem aber in Pflegeeinrichtungen an der Tagesordnung. Viele Pflegende, die dies, ärztlichen Anordnungen folgend, ausführen, stellen das ungute Gefühl, das sie mitunter dabei beschleicht, zurück. Gelegentlichen Nachfragen, ob es denn wirklich sinnvoll ist, eine Retardtablette oder eine mit säurefester Ummantelung zu mörsern, wird seitens des anordnenden Arztes vielfach entweder gar nicht oder mit âEs wird schon irgendwie wirkenâ begegnet. Alle Beteiligten sind vielfach unwissend.
Angesichts dessen ist die vorliegende Veröffentlichung zu âSondenapplikation von Arzneimittelnâ sehr zu begrüÃen.
Im ersten Teil des Buches wird über Ernährungssonden informiert (Lage und GröÃe, Sondenmaterialien, Sondenpflege) sowie Grundsätzliches über Arzneimittelgabe durch die Sonde und [kurz] über den Umgang mit Ernährungssonden ausgeführt.
Im zweiten Teil wird für eine Vielzahl gängiger Medikamente in kurzen Monografien dargelegt, ob diese mörserbar und über eine Sonde applizierbar sind und was hinsichtlich der Sondenapplikation zu bedenken ist.
Für weitere Fertigarzneimittel finden sich ohne weitere Ausführungen im Anhang Angaben darüber, ob gemörsert werden kann/sollte und ob eine Sondenapplikation möglich ist.
Das Buch sei empfohlen; es sollte überall, wo Medikamente via Sonde appliziert werden, zugänglich sein.