Autor*innen: Dr. Boehm, M. | Zeitschrift: Pflegewissenschaft | Jahrgang: 28 | Heft: 2 | Seiten: 26 bis 29 | Erscheinung: 11.05.2026 | DOI: doi.org/10.3936/bear9j11
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Abstract
Die Unterstützung bei der Intimpflege zählt zu den sensibelsten Aufgaben im Alltag von Menschen mit körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung. Der vorliegende Beitrag beleuchtet zwei Körperpositionen, die unter bestimmten Voraussetzungen eine selbstständige oder teilassistierte Intimhygiene unter der Dusche ermöglichen. Basierend auf praktischen Erfahrungen in niedrigschwelligen Einrichtungen werden eine abgestützte Standhaltung und eine gezielte Hockposition vorgestellt, die ohne therapeutischen Anspruch körperliche Autonomie fördern können. Im Fokus stehen die Vereinbarkeit von Fürsorge und Selbstbestimmung sowie die ethischen Implikationen körpernaher Assistenz. Theoretisch eingebettet in Modelle wie AEDL (Krohwinkel), Orems Selbstpflegetheorie und Trontos Care-Ethik reflektiert der Beitrag strukturelle Rahmenbedingungen, kulturelle Differenzen und professionelle Haltungen. Er spricht sich für eine partizipative, dialogische Einführung solcher Methoden in der Eingliederungshilfe und Sozialen Arbeit aus. Abschließend wird auf den bestehenden Forschungsbedarf verwiesen. Ziel ist es, über konventionelle Pflegeroutinen hinauszudenken und den Raum für eine inklusive, würdevollere Körperpflege zu erweitern.
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